Welches Theme ist das Richtige?

Viele Agenturen verwenden so genannte Multipurpose-Themes wie z.B. Divi, Avada, Enfold & Co. Diese Themes haben viele Vorteile. Man kommt schnell zu einem Ergebnis und muss sich nicht mit Code befassen. Auch um die Suche nach Plugins kommt man drumrum – alle Funktionen sind fest im Theme eingebaut. 

Es gibt aber auch Nachteile. Um es den Nutzern einfach zu machen, geben die Themes Vieles vor – man muss praktisch nur noch die Lücken füllen. Braucht man aber zusätzlich zu den 100 eingebauten Funktionen noch Funktion Nr. 101, hat man ein Problem, weil die Investition in eine Anpassung meist nicht wirtschaftlich ist.

Bei den Netzialisten gibt es einen Artikel dazu: Premium-Theme anpassen – lohnt sich das?

Page-Builder-Plugin als Alternative zum Allzweck-Theme

Weil man damit zu schnell in eine Sackgasse landet, verwenden wir keine Multipurpose-Themes. Funktionen lassen sich nicht austauschen oder ergänzen und auch das Design ist nicht wirklich frei anpassbar.

Wir nutzen lieber schlanke, modular aufgebaute Themes, bei denen wir alle Komponenten so zusammenstellen können, wie wir sie brauchen.
Für Projekte mit überwiegend statischen Seiten (Pages) setzen wir das PageBuilder-Plugin  BeaverBuilder ein. Für BeaverBuilder haben wir uns entschieden, weil hier das Verhältnis zwischen von Funktionalität und Bedienbarkeit gut passt. Die Oberfläche ist klar aufgebaut und auch wenig erfahrene Redakteure arbeiten sich sehr schnell ein. Das Plugin ist technisch stabil und ausgereift.

BeaverBuilder ist ein Plugin, man kann es also mit jedem beliebigen Theme kombinieren. Im Vergleich zu den Multipurpose-Themes braucht man für den Aufbau der Site etwas mehr Hintergrundwissen zu WordPress. Ist die Site einmal aufgesetzt, ist die Bedienung wiederum deutlich einfacher als bei einem Allzweck-Theme.

Gegenüberstellung Allzweck-Theme und BeaverBuilder

Multipurpose-Theme BeaverBuilder
Design anpassbar, aber enge Vorgaben frei gestaltbar
Bilder Für Projekte mit vielen, hochwertigen Bildern geeignet auch für Projekte mit wenig Bildmaterial geeignet
Bedienbarkeit intensive Einarbeitung erforderlich sehr kurze Einarbeitungszeit
Erweiterbarkeit Nicht erweiterbar erweiterbar
WordPress-Knowhow zur Implementierung nicht notwendig notwendig
Preis ab 40$/Jahr ab 99$/Jahr

Und was ist mit dem Visual Composer?

Multipurpose-Themes haben in der Regel auch ein PageBuilder. Der ist – wie die anderen Funktionen auch – fest ins Theme eingebaut. Meist handelt es sich um Visual Composer. Bei den Netzialisten habe ich einen einen Artikel geschrieben, in dem ich mir verschiedene PageBuilder angeschaut habe.
In Rahmen dieses Vergleichs habe ich mir auch Visual Composer vor. Hier haben mich Nutzerführung, Bedienung und Funktionalität haben mich nicht so recht überzeugt.

Individuelles WordPress-Theme (Custom Theme)

Es gibt Projekte, für die sich weder Allzweck-Themes noch ein PageBuilder gut eignen. In dem Moment, wo die Site nicht überwiegend aus statischen Seiten (Pages) besteht und wenn WordPress so richtig arbeiten soll, kommen diese Konzepte schnell an ihre Grenzen. Wenn viele Inhalte bewegt werden und in unterschiedlichen Darstellungen dynamisch zusammengebaut werden müssen, sollte man über ein Custom Theme nachdenken.

Und was ist mit Gutenberg?

Mit Gutenberg wird sich Vieles ändern. Man wird zukünftig viele Dinge mit WordPress-Standard-Funktionen umsetzen können, zu denen man heute noch PageBuilder und andere Erweiterungen braucht. Diese Veränderung betrifft die Allzweck-Themes genauso wie PageBuilder-Plugins.
Noch sind wir da nicht und es wird auch noch einige Zeit uns Land gehen, bevor man klar benennen kann, was sich wie verändert.

Wir beobachten die Entwicklung von Gutenberg sehr genau. Mein Eindruck bisher ist überwiegend positiv.

Wer sich über Gutenberg informieren möchte, dem empfehle ich einen Artikel von Ellen Bauer im Elmastudio-Blog Was du über den WordPress Gutenberg-Editor wissen solltest  (Stand Januar 2018).