Wovor müssen wir uns da eigentlich schützen?

Die meisten Angriffe auf WordPress passieren nicht aus persönlichen Motiven. Nur selten steckt ein gezielter Angriff dahinter, wie z. B. bei politischen Websites. Meistens geht es den Angreifern um andere Dinge. Auch dort, wo eigentlich „nichts zu holen“ ist.

Shops speichern Zahlungsdaten, Mitglieder-Websites haben Benutzerkonten. Diese Daten – Namen, E-Mail-Adressen, Passwörter, Zahlungsinformationen – kann man stehlen und zu Geld machen. Bei einer Website, auf der Nutzer-Daten gespeichert werden, sind häufig die Daten das Ziel eines Angriffs. 

Aber was ist, wenn auf der Website gar keine Nutzer-Daten vorkommen? Schützt mich das automatisch gegen Angriffe? Leider nicht. Denn nicht nur Daten sind für Angreifer interessant. 

Kontrolle über die Website

Eine Website unter ihre Kontrolle zu bringen ist das weitaus häufigste Motiv, warum Kriminelle eine Website angreifen. Das Ziel ist es dabei, Admin-Zugriff oder Server-Zugriff zu bekommen. Wer Zugang hat, kann Schadcode einbauen. Über kompromittierte Websites werden Spam-Mails versendet, sie enthalten Weiterleitung auf Phishing-Seiten oder sie werden zum Hosten von Malware eingesetzt. Die Möglichkeiten, eine Website für kriminelle Zwecke einzusetzen, sind vielfältig: Glücksspiel, Pornografie, Fake-Shops, SEO-Spam (Backlinks für andere Seiten), Affiliate-Betrug und so weiter. 

Dass eine Website Schadcode enthält, erkennen die Suchmaschinen-Bots häufig vor den Besitzern selber. Die Website wird dann als gefährlich eingestuft und die Suchmaschine zeigt die Website nicht mehr an. Sie wird so quasi nicht mehr erreichbar. Auch dazugehörige Mailadressen sind von einer solchen Sperre (Blacklisting) betroffen. Alle Mails werden als Spam markiert.

So entsteht relativ schnell ein ziemlich umfangreicher Schaden. Den zu bereinigen, ist mit viel Arbeit verbunden. Ohne die Hilfe eines professionellen Dienstleisters geht es meistens nicht. Denn selbst, wenn man Schadcode aufspürt und löscht, die Angreifer haben ziemlich sicher eine offene „Backdoor“ hinterlassen, über die sie jederzeit neuen Schadcode einschleusen können. Die zu finden ist nicht einfach. Und dafür, den guten Ruf der Seite und das Suchmaschinen-Ranking wieder aufzubauen, gibt es ebenfalls keine schnelle Lösung.

Hier ist es von Vorteil, ein Hosting zu haben, das Sicherheit der Server großschreibt. In dem Fall findet hoffentlich der Scanner des Hosters den Schadcode vor den Suchmaschinen, die Website wird sofort offline genommen. Das ist zwar auch nicht schön, verhindert aber in der Regel die Probleme, die durch ein Blacklisting entstehen.


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