Finanzielle Vorteile einer barrierefreien Webseite

Auf der Seite der WAI (Web Accessibility Initiative) gibt es ein Kapitel mit Informationen zu den finanziellen Vorteilen einer barrierefreie Website.
Financial Factors In Developing A Web Accessibility Business Case For Your Organization
Das ist eine kurze Zusammenfassung dieses Textes.

Für welche Arten von Webseiten bringt Accessibility finanzielle Vorteile?

  1. Online-Shops, die etwas verkaufen möchten
  2. Non-profit Organisationen, die Spenden werben möchten
  3. Unternehmen, die ihren Marktanteil erhöhen wollen, indem sie bei Suchmaschinen besser gefunden werden (SEO)
  4. Unternehmen, die ihr Image verbessern möchten und die Reputation ihrer Marke aufwerten möchten
  5. Seiten aus dem Bildungssektor, also Universitäten und Colleges, die sich über Studiengebühren finanzieren und um Studenten werben

Wie hilft Accessibility Folge-Kosten zu senken?

  • Der Aufwand für Support sinkt, wenn sich alle Besucher gut zurechtfinden
  • Die Kosten und der Aufwand für technische Pflege der Seite sinkt
  • Barrierefreie Texte sind besser zu übersetzen, die Übersetzungskosten sinken
  • Personal wird entlastet: Kunden können bestimmte Transaktionen online statt schriftlich durchführen

Welche User gewinnt man mit Barrierefreiheit?

  • Ältere Menschen (es werden immer mehr)
  • Menschen, die vorübergehend beeinträchtigt sind durch Unfall oder Krankheit
  • Menschen, die dauerhaft beeinträchtigt sind durch Unfall oder Krankheit
  • Menschen, die sich gerade in einer sehr lauten Umgebung aufhalten
  • Menschen, die gerade mit kleinen, mobilen Geräten arbeiten
  • Menschen, die mit älterer Hardware zurechtkommen müssen
  • Menschen, die gerade eine schlechte Datenverbindung haben

Was gewinnen die Betreiber der Website?

  • Marktanteile, denn sie unterscheiden sich damit deutlich von der Konkurrenz
  • Mehr Besucher
  • Loyale Kunden, die immer wieder kommen, weil die Seite für sie gut funktioniert
  • Geringere Folgekosten (Kundensupport, Maintenance, Verwaltung)

Aus schelperdesign wird start-the-loop

Nach vielen guten Jahren unter dem Label von schelperdesign.net ändern wir unseren Namen in start-the-loop. Für unsere Kunden ändert sich erst Mal nichts. Wir sind nur gerade dabei, unsere Schwerpunkte neu auszurichten. 

Der Name schelperdesign.net existiert seit 2006, damals stand das grafische Design im Vordergrund. Dann kam WordPress. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich meine ersten Schritte mit Version 2.9 gemacht. In Version 3.0 wurde endlich Kubrick durch TwentyTen abgelöst. Daran erinnere ich mich noch gut, weil ich mit Kubrick nie so richtig was anfangen konnte.

WordPress hat Vieles verändert

Je mehr ich mich mit WordPress befasst habe, desto mehr rückten Funktionalität und Code in der Vordergrund. Das Design wurde zu einer Leistung unter vielen.
2010 habe ich dann mit Elisabeth Hölzl meine ideale Partnerin gefunden. Sie hat einen technischen Hintergrund und geht an viele Dinge ganz anders heran als ich. Auch unsere Zusammenarbeit hat sich in den letzten Jahren verändert und weiterentwickelt. Inzwischen haben wir unsere Kompetenzen aufgeteilt: Mein Gebiet sind WordPress-Themes und Maintainable CSS, Elisabeth kümmert sich um solche Dinge wie Serverkonfigurationen, JavaScript und Kommandozeilen-Voodoo.

Bei den Themen Konzept und Accessibility überschneiden und treffen sich unsere Interessen. Hier ergänzen wir uns perfekt und hier sehen wir auch das Potenzial, auf das wir uns in Zukunft mehr konzentrieren möchten. Wir sehen uns damit auch als Partner für größere Projekte.
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Tipps für eine barrierefreie Webseite

Wie viele Leute verwenden wohl einen Screenreader um diese Webseite zu betrachten? Der Anteil dürfte im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen. Warum also so viel Aufwand für eine so kleine Benutzergruppe?
Weil es nicht um Screenreader geht. Sondern um Usability.

Wer profitiert von einer barrierefreien Webseite?

  • Menschen mit einer Sehbehinderung, die starke Kontraste auf ihrem Bildschirm brauchen
  • Menschen, die im hellen Sonnenlicht eine Adresse auf ihrem Smartphone lesen wollen
  • Menschen, die per Tastatur statt Maus navigieren, weil sie keine Arme haben
  • Menschen, die per Tastatur statt Maus navigieren, weil sie Rheuma in den Händen haben oder ihr rechter Arm vorübergehend einen Gipsverband hat
  • Menschen, die eine geistige Behinderung haben
  • Menschen mit einem Hochschulabschluss, deren Muttersprache nicht Deutsch ist
  • Menschen, die eine Aufmerksamkeitsstörung haben und sich schlecht konzentrieren können
  • Menschen, die nach einem langen Arbeitstag müde sind und sich schlecht konzentrieren können
  • Alte Menschen, die unsicher sind und leicht die Orientierung auf der Webseite verlieren
  • Junge Menschen, die unsicher sind und leicht die Orientierung auf der Webseite verlieren

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Barrierefreie Website – lohnt sich das?

Wenn wir mit Kunden oder Kollegen über das Thema Barrierefreiheit sprechen, kommt früher oder später die Frage: „Was bringt so eine barrierefreie Seite? Gibt’s da Zahlen?“

Mir ist keine Studie oder Statistik bekannt, aus der sich direkt ableiten ließe, wie sich der Traffic auf einer barrierefreien Website entwickelt. Aber es gibt reichlich Zahlenmaterial zu den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, für die eine barrierefrei Website relevant ist.

Es sind mehr als man denkt – viel mehr

Da sind zunächst die Menschen, die einen offiziellen Schwerbehinderten-Status haben. Das sind immerhin 10% der Bevölkerung (Quelle). Aber auch Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist (13% Quelle) oder die eine eingeschränkte Lesekompetenz haben (17,5% Quelle), brauchen eine gut durchdachte, zugängliche Website. Auch wer älter als 70 Jahre ist, schätzt Angebote, die sich auch mit motorischen und visuellen Einschränkungen sicher bedienen lassen.
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