Texte schreiben für die eigene Website

Für eine Website braucht man Inhalte. Die zu verfassen ist meistens mühsam. Ich kenne niemanden, die sagen würde, es ist einfach, Texte für die eigene Website zu schreiben.

Die meisten von uns haben nicht gelernt, diese Art von Texten zu schreiben. Die gute Nachricht: Es ist nicht so schwierig, wenn ich folgende Punkte beachte.

Wie erfassen wir Informationen im Web?

Jede von uns besucht täglich viele Websites. Diese Erfahrungen können wir nutzen, um den Content für unsere eigene Website besser aufzubereiten.

Wenn ich eine Website besuche, verfolge ich bestimmte Ziele:

  • Ich suche Informationen zu einem bestimmten Thema.
  • Ich möchte mir ein Bild machen von einer Person, einer Firma, einem Produkt.
  • Ich suche nach einem bestimmten Produkt.

Websites, die es mir leicht machen, mein Ziel zu erreichen, empfinde ich als angenehm. Dort verweile ich und nehme die Informationen gerne auf.
Websites, die es mir schwer machen, verlasse ich relativ schnell wieder.

Was bedeutet hier „leicht machen“ oder „schwer machen“?

Es steht und fällt alles damit, wie schnell ich die vorhandenen Informationen begreifen kann. Ich scanne die Texte und versuchen zu entscheiden, ob das, was ich wissen möchte, hier auf dieser Website zu finden ist.

Das kann ich meinen Besucher:innen natürlich erleichtern, indem ich die Inhalte entsprechend aufbereite.

1. Überschriften

Überschriften und Zwischenüberschriften sind ein gutes Mittel, um Texte zu gliedern und besser lesbar zu machen. Auf diese Weise kann ich beim Überfliegen schnell erfassen, ob das, was ich suche, in diesem Text überhaupt vorkommt.

Nebenbei bemerkt helfen Überschriften auch Suchmaschinen und Menschen mit Screenreadern.

2. Listen

Mit Listen kann man wichtige Punkte hervorheben. Wenn es zu viele Listenpunkte werden – oder zu viele Listen–, werden auch Listen unübersichtlich. Sparsam und gezielt eingesetzt funktionieren Listen aber sehr gut.

3. Skizzen, Bilder, grafische Elemente

Manches lässt sich gut als Zeichnung oder Grafik beschreiben. Viele Menschen erfassen grafisch aufbereitete Information schneller als eine lange schriftliche Erklärung.

Dabei wäre es gut, alternativ auch eine schriftliche Erklärung zu liefern, zum Beispiel für all die Menschen, die die Grafik nicht sehen können. Oder die sich leichter tun, einer schriftlichen Erklärung zu folgen.

4. Videos

Auch Videos können helfen, Inhalte besser zu vermitteln. In der Regel sollten das eher kurze Videos zu einem spezifischen Thema sein.

Bei Videos ist es sinnvoll, die Information aus dem Video entweder als Transkript oder als kurze Erläuterung zusätzlich zum Video anzubieten. Das hilft Menschen, die gerade an einem Ort sind, wo man kein Video anschauen kann, und auch Menschen mit einer Sehschwäche.

5. Einfache Sprache

Kurze Sätze erleichtern das Lesen. Eine klare, einfache Sprache, ohne komplizierte Fremdwörter, macht es Menschen leichter, die Inhalte zu erfassen. Wo sich die Fremdwörter nicht vermeiden lassen, sollte eine kurze Erklärung angeboten werden.

Warum ist eine einfache Sprache wichtig?

Oft besucht man Websites „nebenbei“. Ich bin vielleicht nicht konzentriert bei der Sache. Oder die Sprache der Website ist nicht meine Muttersprache. Es gibt viele Gründe, warum unnötig lange, komplizierte Sätze schwer zu erfassen sind.

Wohin mit meinen schönen, langen Texten?

Die gute Nachricht für alle Lang- und Viel-Schreiber:innen: Natürlich darf es auch im Web längere Texte geben. Wichtig ist nur, dass die lange Version nicht das einzige Format ist, das wir anbieten.

Vom Groben ins Feine schreiben

Was ich hier meine ist, dass ich die Information in unterschiedlich große „Häppchen“ anbieten sollte:

  • Kurze Version:
    Als Überschrift und Auszug, um einen kurzen Überblick zu geben.
  • Mittlere Version:
    Als mittellangen Text, der ggf. eine Liste enthält mit wichtigen Punkten und wenigen Absätzen.
  • Lange Version:
    Als langen Text, sorgfältig ausgearbeitet mit Überschriften und ggf. unterbrochen durch Grafiken, um die Information zu verdeutlichen.

Das Gute dabei ist: Je nach Kontext kommt die kurze, die mittlere oder die lange Version zum Einsatz. Alle diese Versionen können und sollen nebeneinander existieren.

Mit Links in die Website hineinführen

Wir wollen die Besucher:innen unserer Website ermuntern, sich intensiv mit unseren Inhalten auseinanderzusetzen. Dazu gehört ein gewisses „Anfüttern“. Also ein Häppchen anbieten (Überschrift und Auszug), mit der Option, mehr davon zu bekommen. So kann ich Menschen, die sich wirklich für meine Inhalte interessieren, auch zu meinem langen Text führen. Denn nun hatten sie ja die Wahl und haben sich aktiv dafür entschieden, ausführlich von mir informiert zu werden.

Das Ganze ist wiederum auch für Suchmaschinen gut, da diese durchaus auch darauf achten, wie viele Links innerhalb der Website gesetzt wurden. Wenn ich meine Inhalte also auf diese Weise aufbereite, gibt es dafür auch ein Fleißsternchen von Google. 😉

Als kleine Hilfe habe ich ein PDF-Template zum Texte Schreiben erstellt.